Berlin - Beirut. Eine Lüge zu viel

Roman
256 Seiten, Klappenbroschur
Preis: 15,90 €
E-Book: 6,99 €

ISBN 978-3-86327-036-0
September 2016

Gitta Mikati: Berlin Beirut. Eine Lüge zu viel

Aus aktuellem Anlass:
Die CLANS – und wie alles begann

Etwa zeitgleich mit Ausbruch des Bürgerkriegs im Libanon (1975-1989) erweiterte die DDR ihr Flugnetz der Linie INTERFLUG auf Ziele im Nahen Osten.
Ausgestattet mit Tagesvisa für die DDR flogen Bürgerkriegsflüchtlinge nahezu 15 Jahre lang von Beirut nach Schönefeld und wurden durch den Tränenpalast in Ost-Berlin zu den U+S-Bahnhöfen Richtung West-Berlin abgeschoben. Namenlos und unkontrolliert stiegen sie Minuten später dort aus. Auch der Landweg Berlin-DDR-Tschechoslowakei-Ungarn-Jugoslawien-Bulgarien-Türkei-Syrien-Libanonwurde vielseitig als Transitweg genutzt.
1975 – 1989 verkaufte die DDR ca. 900.000 Visa und Flugtickets. Nicht hinter jedem verbirgt sich ein Flüchtling; es zeigt jedoch die hohe Anzahl an Aktivitäten.

Anhand der Geschichte der Figur Mahmoud Nouri wird aufgezeigt, wie z. B. Autoschieberei, Identitätsbetrug, Fälschungen, Geldwäsche blühten und sich eine Parallelwelt entwickelte, in der sich die Clans unbemerkt etablierten.

Sommer 2011. Jasmin stößt beim Umgraben im Garten ihrer Familie auf eine Pistole und ein Skelett. Welches Geheimnis verbergen ihre Mutter Maria und deren Onkel vor ihr?
Frühjahr 1977. Die zwanzigjährige Maria wartet am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße auf Mahmoud. Mahmoud kommt aus Beirut. Wie tausende Bürgerkriegsflüchtlinge ist er über Schönefeld in die DDR eingereist und taucht wenig später als Asylbewerber in West-Berlin auf.
Marias Onkel, Besitzer der legendären Diskothek Big Apple, und seine Helfer organisieren das Einschleusen der Libanesen im großen Stil. Die Kosten für Flug, Papiere und Unterkunft müssen die Flüchtlinge abarbeiten. Beispielsweise mit dem Überführen von Autos in den Nahen Osten. Maria begleitet Mahmoud auf einem Autokonvoi nach Beirut und lernt dort seine Familie kennen. Und den Krieg.
Als sie ein Kind von Mahmoud erwartet, heiraten die beiden und steigen aus dem Schleuser-Autoschieber-Geschäft aus. Aber Mahmoud ist mittlerweile in ganz andere Deals verstrickt, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …

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Interview mit der Autorin und Bericht von der Premierenlesung im Literaturhaus Berlin am 22.09.16 (PDF)

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